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Jahresvollversammlung 2011

Veröffentlicht von () am 14.09.2011
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Seit 2003 gibt es ihn – den Schulförderverein des Humanistischen Gymnasiums „Beda Weber“ Meran. Gegründet wurde er damals auf Betreiben einiger Schülereltern und Absolventen, denen das Gymnasium und die humanistisch-klassische Bildung ein Herzensanliegen waren. Am Donnerstag, 14. April hat nun in der Bibliothek des Gymnasiums die Jahresversammlung des Vereins stattgefunden, bei der auch der Vorstand für die Amtszeit 2011-2014 neu gewählt wurde. Im Rahmen der Vollversammlung hatten die Mitglieder des Schulfördervereins die Möglichkeit, ihrem Unmut über die Reform der Oberstufe Luft zu machen. Die Reform sieht bekanntlich vor, dass das Humanistische Gymnasium „Beda Weber“ mit dem jetzigen Pädagogischen – dem künftigen Sozialwissenschaftlichen – Gymnasium zusammen-geschlossen wird. Der Name „Beda Weber“ geht zwar im Zuge der Schul-zusammenlegung nicht verloren, jedoch wird der Terminus „humanistisch“ in Hinkunft nicht mehr verwendet. Stattdessen wird die Schule „Klassisches und Sprachengymnasium“ heißen. Glücklich über diese Entwicklung sind nur sehr wenige: Hermann Raffeiner, der frühere Direktor der Schule, nannte die Auflösung der selbstständigen Direktion gar eine bittere und autoritäre Entscheidung des Landes.      In dieselbe Kerbe schlug auch Ulrike Ceresara, Richterin am Bozner Landesgericht und Absolventin des Gymnasiums: In einer flammenden Rede verurteilte Ceresara das kurzsichtige Procedere der Politik. Diese huldige allzu oft dem puren Utilitarismus, vergesse dann aber die wahren Werte, die einen Menschen bereichern würden: Bildung und Kultur. Wohl auch in Folge dieser Worte erhielt Ceresara bei der Neuwahl des Vereinsvorstandes auf Anhieb 9 Vorzugsstimmen, dicht gefolgt von Irene Rösch, der bisherigen Co-Präsidentin des Vereins, die 8 Stimmen auf sich vereinen konnte. Karl Zeller, der dem Gymnasialverein seit sechs Jahren als Präsident vorstand, verabschiedete sich von seinem Amt. Er werde zwar zahlendes Mitglied bleiben und sich auch weiterhin auf politischem Parkett für die Belange der Schule einsetzen, doch die Ausübung des Präsidentenamtes sei ihm aus zeitlichen Gründen fortan nicht mehr möglich. In seiner konstituierenden Sitzung wird der frisch- gebackene Vorstand ergo eine(n) neue(n) Vorsitzende(n) küren. Als aussichtsreichste Kandidatin für die Zeller-Nachfolge gilt Ulrike Ceresara. Neben dieser sitzen weitere neue Gesichter im Vorstand: Ferdinand Patscheider (Direktor der HOB Meran und amtsführender Direktor des Hum. Gym.), Josef Hirber (Stellv. Direktor am Hum. Gym.), Anita Waldner (Mutter und Schulratsmitglied) und Markus Rinner (Lateinlehrer am Pädagogischen Gymnasium Meran). Wiederbestätigt wurden hingegen Irene Rösch (Stellv. Vorsitzende des Fördervereins), Erika Hesse-Fischer (ehemalige Französischlehrerin am Hum. Gym.), Stefan Frötscher (SVP-Stadtrat), Ernst Müller (Publizist beim „Maiser Wochenblatt“) und Patrick Rina (Redakteur des Fernsehsenders SDF). Alle Mitglieder des Vorstandes betonten, sich in den kommenden Jahren vermehrt für den altsprachlichen Studienzweig engagieren zu wollen. Heuer haben sich lediglich 8 Schüler ins Klassische Gymnasium ein-geschrieben. Ob diese dann auch tatsächlich in den Genuss von Latein und Griechisch kommen, ist nach wie vor ungewiss. Die Mindestschüleranzahl müsste bekanntlich satte 20 betragen. Der Verein hofft nun darauf, dass das Schulamt sein wohlwollendes Placet für die Schaffung einer sog. Kombiklasse mit dem Sprachengymnasium erteilt.

 

Zuletzt geändert am: 14.09.2011 um 21:11

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